Die Geschichte der Stadtmarschälle
Am 1. Januar 1992 hat der damalige Oberbürgermeister Hermann H. Weyel nach dem Neujahrsumzug der Mainzer Garden beim anschließenden Empfang des Oberbürgermeisters neun neue „Stadtmarschälle“ ernannt, die ein „Generalskollegium“ bildeten. Der Empfang fand nicht – wie üblich - im Rathaus, sondern ausnahmsweise im Frankfurter Hof statt, denn dort hatte genau 150 Jahre früher die Mainzer Saalfastnacht ihre Geburtsstunde. In ihr wurde die Tradition der politisch-literarischen Fastnacht begründet.
Es waren nicht die ersten Stadtmarschälle, die in Mainz ernannt wurden: Jockel Fuchs hatte die Idee, den unvergessenen Diether Hummel zum ersten Mainzer Stadtmarschall zu küren. Nach Beförderung zum „Oberstadtmarschall“ trat dann Max Kress als zweiter Stadtmarschall an seine Seite. Voraussetzung für seine Ernennung war seine Stellung als Feldmarschall in der Ranzengarde.
Oberbürgermeister Weyel entschied – nach Ausscheiden der beiden in Mainz sehr bekannten Stadtmarschälle, die Institution „Mainzer Stadtmarschälle“ einzuführen und breiter aufzustellen, nämlich durch Ernennung der Feldmarschälle von sechs Traditions- und drei Vorstadtgarden.
Die Stadtmarschälle sollten – wie die Kurfürsten im Mittelalter – ein Kollegium bilden. Und so wurden am 1. Januar 1992 im Frankfurter Hof: Robert Sachse (Ranzengarde), Horst Hermani (Mainzer Kleppergarde), Karl Neger (Mainzer Prinzengarde), Hermann Arnold (Garde der Prinzessin), Josef Henke (Kasteler Jokusgarde), Manfred Geißelbrecht (Mainzer Freischützengarde), Rudolf Zeuner (Füsilier-Garde Gonsenheim), Adolf Licht (Hechtsheimer Dragoner) und Klaus Hafner (Burggrafengarde des CCW, Weisenau) zu Stadtmarschällen ernannt.
Heute sind es noch 8 Mainzer Garden, die bei den Stadtmarschällen vertreten sind.
Das im Jahr 1992 gebildete „Kollegium der Stadtmarschälle“ vertritt die Mainzer Garden und deren Interessen hervorragend, trifft sich regelmäßig mehrmals im Jahr, erörtert dabei mit dem amtierenden Oberbürgermeister aktuelle Probleme im Bereich der Mainzer Fastnacht, macht eigene Verbesserungsvorschläge und hat das Recht, beim Ausscheiden von Stadtmarschällen Nachfolgekandidaten zu benennen.
Die Mainzer Stadtmarschälle unterstützen insbesondere die Mainzer Jugendfastnacht und haben hierzu den Förderverein „Mainzer Jugendmaskenzug“ gegründet.
Von den im Jahre 1992 ernannten Stadtmarschällen gehören immer noch Karl Neger, Manfred Geißelbrecht und Klaus Hafner dem Kollegium an. Weitere Stadtmarschälle sind Heinz Tronser jun. (Garde der Prinzessin), Markus Richter (Kasteler Jokusgarde), Bernd Hück (Füsilier-Garde Gonsenheim), Lothar Both (Mainzer Ranzengarde) und Peter Müller (Mainzer Keppergarde).
Das 1992 gebildete „Kollegium der Stadtmarschälle“ vertritt die Mainzer
Garden und deren Interessen hervorragend
Hermann H. Weyel
Die Garden gehören zur Fastnacht wie der Dom zu Mainz.
Jens Beutel
Mit Stolz können Sie auf Ihr gemeinsames Engagement für unser fastnachtliches Brauchtum und auf jahrelange erfolgreiche Arbeit für unsere Hochburg der Lebensfreude schauen.
Michael Ebling